Schöner glauben

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#thisis | Thorsten Dietz – Warum wird der christliche Glaube politisch instrumentalisiert?

Veröffentlicht am 15.01.2026 / 23:08

Anmerkungen

In dieser Folge spricht Jason Liesendahl mit dem Theologen Thorsten Dietz über aktuelle Entwicklungen im evangelikalen und politischen Diskurs. Ausgangspunkt sind Rezensionen zum Buch „Wege der Liebe“, dem zweiten Band der transformativen Ethik, und die Frage, warum theologische Kommunikation zwischen evangelikalen, pietistischen und konservativen Milieus immer schwieriger wird.

Im Gespräch geht es um tiefere Konfliktlinien: die Geschichte evangelikaler Theologie, den Unterschied zwischen Evangelikalismus und Fundamentalismus, den Umgang mit Bibel und Hermeneutik sowie um den Vorwurf mangelnder Wissenschaftlichkeit in aktuellen Debatten. Dabei wird deutlich, wie sehr sich theologische Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Polarisierungen verschränken.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Phänomen des christlichen Nationalismus. Thorsten Dietz ordnet diese Strömung historisch und systematisch ein, zeigt ihre Verbindung zu rechten Metapolitiken, zur Neuen Rechten und zu Denkfiguren wie dem Katechon. Gemeinsam diskutieren Jason und Thorsten, warum christliche Milieus für autoritäre und nationalistische Projekte anschlussfähig werden können – und worin die Unterschiede zwischen den USA und Europa liegen.

Abschließend geht es um die Frage nach tragfähigen theologischen Alternativen: Wie kann ein nicht-fundamentalistisches Bibelverständnis aussehen? Welche Rolle spielen reformatorische, lutherische und dialogische Zugänge? Und warum reicht es nicht aus, politische Entwicklungen nur zu etikettieren, statt sie wirklich zu verstehen?

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